Julia Gschnitzer

Julia Gschnitzer

Szenzische Arbeit / Rollenstudium

Julia Gschnitzer ist die Tochter des bekannten Universitätsprofessors und Politikers Franz Gschnitzer. Ab 1948 erhielt sie Schauspielunterricht bei Traute Foresti und Gesangsunterricht bei Charlotte von Zallinger und wurde nach dem Schauspielstudium sogleich ans Tiroler Landestheater engagiert.

Von 1960 bis 1990 war sie am Wiener Volkstheater, wo sie auch später noch gastierte, anschließend bis 1994 am Salzburger Landestheater engagiert. Dann arbeitete sie als freie Sprecherin und Schauspielerin für Hörfunk, Film, Fernsehen und Theater in ganz Österreich und Deutschland.

Dem Fernsehpublikum bekannt wurde sie vor allem als Franziska Jägerstätter im Film “Der Fall Jägerstätter” von Axel Corti und als Alte Nanne in “Die Siebtelbauern” von Stefan Ruzowitzky. In der Fernsehserie “Ein echter Wiener geht nicht unter“ war sie Frau Vejvoda.

2004/2005 spielte sie die Leni Wallner in Peter Sämanns modernem Heimatfilm “Im Tal des Schweigens”. Felix Mitterer schrieb für Julia Gschnitzer “Mein Ungeheuer”, das 2000 an den Tiroler Volksschauspielen uraufgeführt wurde. In Ruth Drexels Inszenierung von “Arsenik und Spitzenkragele” in Telfs spielte Julia Gschnitzer eine der beiden Schwestern. 2001 bekam sie am Tiroler Landestheater die Hauptrolle in Thomas Berhards “Am Ziel”, 2004 spielte sie die Olga in Tschechows “Drei Schwestern” und 2005 die “Alte” in Garcia Lorcas “Yerma”. Ebenso 2005 war sie als Hauptdarstellerin an den Vereinigten Bühnen Bozen bei Mitterers “Fleisch”. Am Schauspielhaus Salzburg war sie als skurrile Omi im Rollstuhl in der dramatischen Komödie “8 Frauen” von Robert Thomas zu sehen. 2011 feierte sie als Martha in “Paradiso“ ihr 60jähriges Bühnenjubiläum am Tiroler Landestheater. Bei den Salzburger Festspielen verkörperte sie Jedermanns Mutter.

Julia Gschnitzer unterrichtete viele Jahre am Konservatorium Franz Schubert in Wien.

Seit 2014 ist sie Ehrenmitglied der tiroler schauspielschule innsbruck an der sie nach wie vor unterrichtet.

2016 wurde sie zur Ehrenpräsidentin der tiroler schauspielschule innsbruck vormals schauspielschule-innsbruck ernannt.

Frau Julia Gschnitzer erhielt zahlreiche Auszeichnung für ihr künstlerisches Schaffen.

  • Silbernes Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien
  • Ehrenzeichen des Landes Tirol
  • Ernennung zur Kammerschauspielerin in Wien
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
  • Tiroler Landespreis für Kunst